Cachen auf Fanø

Urlaub und Cachen auf der Insel Fanø / Dänemark.

Wir berichten von einem tollen Inselaufenthalt, der nicht nur extrem Cacherfreundlich war, sondern mit kontrastreichen Eindrücken und Erlebnissen glänzte. Vom dünengesäumten Strand bis hin zur Lost Place Bunkertour war alles dabei.

 

Wir starteten unseren Geocachingurlaub am Freitag den 19.08.17 um 02:05 Uhr in unserer Homezone, um uns zu unserem Ziel, der Insel Fanø in Dänemark zu bewegen. Ja das war verdammt früh.

 

Mitten in der Nacht zu fahren, hat jedoch definitiv Vorteile. Man ist schneller, hat weniger Verkehr und unser Mini Blümchen ist so müde, dass es schläft und sich nicht wach herumlangweilen muss. Es erwarteten uns schließlich ca.850 Kilometer Autobahn, die wir in einer Zeit von etwas mehr als 10 ½ Stunden hinter uns gebracht haben. Wohl gemerkt ohne nennenswerten Verkehrsbehinderungen und mit drei Pausen. Eine von diesen drei Pausen, war der Wartezeit und dem Anstehen an der Fähre nach Fanø in Esberg geschuldet. Auf das Anfahren diverser Rastplatzdosen haben wir bewusst verzichtet, um die Reise nicht noch mehr in die Länge zu ziehen.

 

Nachdem uns die Fähre auf die Insel gebracht hatte, war der erste Weg zum örtlichen Wohnungsverwalter, um unseren Haustürschlüssel in Empfang zu nehmen. Schließlich wollten wir so schnell wie möglich unser Feriendomizil beziehen und uns etwas in der Gegend umsehen. Gesagt getan und so hatten wir recht bald den ersehnten Schlüssel, um dann zu unserem Ferienhaus zu gelangen, mit dem wir sehr zufrieden waren. Außerhalb der Saison muss so ein Haus auf der Insel auch nicht einmal teuer sein.

 

Da alles recht gut und schnell erledigt  war, hatten wir auch gleich mal die Suche nach den ersten Dosen gestartet und siehe da, nur wenige Meter neben der Ferienwohnung lag schon die erste. Wir konnten einfach nicht widerstehen und da Cachen ja bekanntlich süchtig macht und wir auch noch nicht sehr müde waren, suchten wir auch gleich noch ein paar weitere Dosen, um dann letztlich den ersten Abend im Haus ausklingen zu lassen. Wir hatten uns jedoch vorgenommen, diesen Urlaub nicht in Stress ausarten zu lassen und neben dem Suchen nach Dosen auch noch die Insel zu genießen. Dieser Plan wurde dann dreizehn weitere Tage umgesetzt.

 

 

Die Insel bietet schließlich allerlei interessante Geschichten, Sehenswürdigkeiten und eine Menge toller Natureindrücke, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten. All dies eröffnet sich einem nach dem ersten Eindruck jedoch eher nicht. Wer zum ersten Mal auf der Insel ist, wird nach der Ankunft wohl zunächst einmal enttäuscht sein. Der Blick von der Insel in Richtung Festland eröffnet eine Industrielandschaft, die gespickt ist von großen Schornsteinen und Gittermasten.

 

Blickt man jedoch in Richtung Südwesten, kann man erahnen, wie schön die Insel ist. Dünen und kleine Fichtenwälder, Häuser in mitten einer tollen Küstenlandschaft. Sehr lange Strände, die erstaunlicherweise fast alle mit dem Auto befahren werden dürfen. Das war für uns wirklich unfassbar. Wie passt das zusammen? Naturschutzgebiet Wattenmeer und fast alle Wege dürfen mit dem KFZ befahren werden. Hier haben die Dänen ein erstaunliches Konzept, welches aufzugehen scheint. Viele Menschen kommen jedes Jahr auf die Insel und alle bewegen sich weitestgehend wie sie möchten. Jeder einzelne nimmt einen etwas anderen Weg und so verläuft sich die Masse auf der Insel. Doch nirgends sind schlimme Schäden sichtbar. Kein wilder Müll war zu sehen! Mal abgesehen von einigem angespülten Plastikmüll aus der Nordsee. Die Menschen scheinen sich hier zu benehmen und ihren Müll wieder mitzunehmen. Straßen und Wege entsprechen unseren Feldwegen, mal abgesehen von den Hauptverkehrswegen. Da ist schnelles fahren auch eher nicht gut für das Auto, also fahren alle gemäßigt.

 

Sehr interessant sind auch die 300 Bunker auf der Insel. Sie gehörten zum Atlantikwall im zweiten Weltkrieg und sind damals innerhalb eines Jahres gebaut worden. Sie sind fast alle noch begehbar und bieten ein besonderes LP- Feeling. Besonders an diesen Bunkern ist, dass sie an keiner wirklichen Kampfhandlung beteiligt waren und sie heute  von kunstvollen Graffitis verziert sind. Dies bietet hoch interessante und kontrastreiche Eindrücke inmitten der Dünen. Wir haben beim örtlichen Touristenbüro eine Bunkertour gebucht und konnten so einen wirklich interessanten Eindruck von der Geschichte erlangen. Einige von ihnen sind mit Geocaches bedost, einer sogar als T5.  Wir hatten jedoch unsere Kletterausrüstung aus Platzgründen zuhause gelassen. Diese Begebenheit rächte sich an dieser Stelle. Es gibt noch einige andere Caches auf der Insel, die das Klettergeraffel rechtfertigen würden. Also werden wir beim nächsten Mal daran denken, diese mitzunehmen. Auch eine Teleskopleiter ist hier hilfreich.

 

 

Das Thema Cachen ist auf der Insel nicht zu übersehen und scheinbar auch von vielen befürwortet. Die Dosendichte ist für eine solch kleine Insel wirklich beachtlich und reichhaltig. Es ist fast jedes Icon vertreten und auch mit D/T Wertungen wurde nicht gegeizt. Sogar das örtliche Tourismusbüro ist mit im Boot und fördert das Hobby mit einem Diplom zum Besteigen der fünf höchsten „Berge“ auf der Insel. Ok zugegeben, der höchste ist 21 Meter hoch, also hält sich die körperliche Anstrengung in Grenzen.  Die meisten Dosen sind Lock & Lock Dosen, die auf der Insel verteilt sind. Alle Rätsel sind gut lösbar und fast immer auch in deutscher Sprache beschrieben.  Einige besondere Leckerbissen ragen jedoch heraus und haben uns zumindest sehr gut gefallen. Ob nun durch ihre Machart oder eben durch die besondere Lokation.

Hier mal ein paar Caches, die uns besonders gefallen haben, obwohl wir noch nicht alle Caches auf der Insel gesehen haben.

 

Døde duer  / Schönes Final und tolle Umgebung um Bunker zu bestaunen.
Tour de Nordby Bravo # 9 / Für einen tollen Eindruck von Nordby.
PostBox / Eine tolle Idee, um eine Postkarte von Cachern zu bekommen.

Skøn Plads / Ein netter Final für Coins.
Sønderho Redningsstation / Ein einfacher Petling, aber ein tolles kleines Museum.
Kender du Fanø? / Kennst Du Fanø? / Dieser Cache lockt Dich an tolle Orte auf der Insel und macht richtig Spaß beim Lösen.
Mutprobe – Modighedsprøve / Interessantes Final, welches Überwindung kostet.
Halen Bravo # 21 / Ein lauschiges Plätzchen abseits der Touriwege.

 

Dies sind aber nur einige wenige Caches, von ganz vielen. Wir haben es in unserem 14 tägigen Urlaub nicht geschafft, alle Caches zu besuchen und ehrlich gesagt, haben wir uns da auch überhaupt keinen Stress gemacht. Viel Zeit ist auch für eine Ausgiebige Bunkertour und andere tolle Aktivitäten wie Seele baumeln lassen drauf gegangen.

Wer Gas gibt, ist bestimmt auch in 14 Tagen mit der Insel durch. Verliert dann aber Zeit für wirklich schöne Dinge.

 

Unsere Punkteausbäute auf der Insel:

Traditional Cache - Small Icon45Mystery or Puzzle Caches - Small Icon8 Multi-Cache (Offset Cache) - Small Icon2 EarthCache - Small Icon1 Letterbox Hybrid - Small Icon1 Wherigo™ Cache - Small Icon1

Ihr seht also, wir haben es wirklich ruhig angehen lassen und uns noch einiges aufgehoben. (Wir kommen wieder...)

Da bleibt uns jetzt ja nurnoch ein Blick auf das wirklich wichtige im Urlaub. Wer hätte es gedacht? Dem Essen.

 

Essen ist auf der Insel durchaus teuer, kann aber durch das eine oder andere mitgebrachte aus der Heimat entspannt werden. Einkaufsmöglichkeiten gibt es einige, vom Spar Markt über kleinere Läden oder sogar einem sehr neuen, mit Edeka oder Rewe vergleichbarem Supermarkt.

Zu empfehlen ist auf jeden Fall, dass Imbiss Restaurant Stoppestedet, Kirkevejen 75, Rindby Strand, hier ist ein Essen von richtig guten Burgern zu empfehlen. (Achtung große Portionen)

Auch toll für Familien, ist das Familienrestaurant Fanø, Postvejen 16, Fanø. Hier erwartet euch ein Buffet mit einer großen Auswahl zum kleinen Preis. Auf die Tischdecken darf gemalt werden.

 

Wir hatten einen riesen Spaß und freuen uns auf´s nächste Mal.

 

 

In diesem Sinne, Happy Caching, Die Blümchen