Die ganz kleinen, man mag sie oder nicht!

Sind wir doch mal ehrlich, die unzähligen Nanos verstecken sich nicht nur auf der Karte, weil sie nach Jahren der Beschwerden von gefrusteten Cachern immer noch nicht besonders gekennzeichnet werden, sie verstecken sich auch an diversen Metallgegenständen und sorgen zumeist für längeres Suchen. Besonders in urbanen Gegenden sind sie ein beliebter, billiger aber auch oft ungepflegter Logzettelbehälter. Wenn auch leicht zu verstecken und günstig in der Anschaffung, die Wartungsfrequenz steigt hierbei je nach Platzierung und Fundhäufigkeit um ein vielfaches. Wer also solch eine Dose in die Landschaft pflanzt, sollte eine häufige Wartung einplanen oder darauf verzichten und einen anderen Behälter mit Platz für größere Logbücher wählen.

Diese hohe Wartungsintensität ist häufig auch der Grund, warum die Logbücher so voll sind, dass ein Eintrag auf diesen Minilogstreifen kaum noch möglich ist. Auch ist die vorhandene Gummidichtung des Schraubverschlusses oft sehr porrös bzw. fehlt gänzlich, so kann Feuchtigkeit leicht eindringen und das Logbuch ist schlicht feucht oder gar nass. Das Herausnehmen und wieder Einsetzen eines solchen Fetzen ist dann sicherlich für viele kein Spaß. Man denke auch an Grobmotoriker mit Wurstfingern.

Auch sollte man bedenken, dass langes suchen von Geocachern an einem urban gelegenen Objekt durchaus auffällig ist. Diese lange Suche lässt sich aber oft aufgrund der winzigkeit dieser Dosen und ungenauen Hints nicht wirklich vermeiden. Auch dies kann zu Frust bei suchenden Cachern und Anwohnern gleichermaßen führen. Zumindest werden sich einige über so viele auffällige Sucher wundern.

Die lange Suche nach solch kleinen Dosen steigert sich um ein vielfaches, wenn ein Spaßvogel diese Minidosen an eine Angelschnur hängt und dann an einem Ast im Wald festbindet. Hier sind dann die Verwüstungsspuren der suchenden Geocacher im Umkreis von 20 Metern um den GPS Punkt deutlich zu sehen, was mich persönlich dann wirklich sauer macht. Die unvermeidlichen Cacherautobahnen, die über Jahre des Bestehens einer Dose entstehen, sind sicherlich schon schlimm genug aber was durch solch eine Dose angerichtet wird, sprengt jeden Rahmen der Verträglichkeit.

Einen gut gepflegten Nano mit eindeutigem Hint an einer Parkbank als Final, lasse ich mir durchaus für zwischendurch gefallen. Wenngleich ich mir auch hier schöneres vorstellen könnte.

Aber jeder Owner sollte sich auch hier seiner Verantwortung bewusst sein, dass er alleine durch seine Dose viele Menschen an einen Ort bringt, den sie sonst wahrscheinlich nicht betreten hätten. Wenn hier lange und ausgiebig von Menschen gesucht wird, die auch nicht davor zurückschrecken überall herumzufingern und ganze Mauern zerlegen um an einen weiteren Punkt zu gelangen, kann dies gerade in urbanen Gegenden zu richtig viel Ärger führen.

Ich habe bereits erlebt, dass Geocacher in den Wintermonaten mit Taschenlampen an Bänken vor Häusern nach Dosen gesucht haben und hierbei auch das Beleuchten der umliegenden Fenster von Erdgeschosswohnungen nicht vermieden haben. Das solch ein Verhalten auffällig ist und die Nachbarschaft auf den Plan ruft, ist mehr als logisch. Diese Dose war übrigens ein Petling vor dem Haus an einer Bank und auf dem Grundstück eines Muggel Arbeitskollegen, welcher mich nach drei Tagen des ununterbrochenen Herum-leuchten und Fund eines Geocaches auf seinem Grundstück darum gebeten hat, ich solle doch mal herausbekommen, wie dieses Teil langfristig verschwindet, ich würde doch auch Dosen suchen. Man hätte ihn schließlich noch nicht einmal gefragt, ob das auf seinem Grund in Ordnung geht. Der Reviewer hat sich anschließend dieser Dose angenommen. Einen Nano hätte man an dieser Stelle noch ausgiebiger gesucht...

Auch solch eine Dosenlegerei hat nichts mit Qualität zu tun und sollte tunlichst unterlassen werden. Rechnen muss man als Owner mit wirklich JEDER Dummheit, die ein Geocacher beim Suchen anstellen kann. Man glaubt wirklich nicht auf welche Ideen manche Leute kommen!

Wenn schon solch eine kleine Nano- Dose, dann mit wirklich eindeutigen Hints, die möglichst viele Cacher eindeutig verstehen, sodass es für eingeweihte Geocacher möglichst nur ein Griff ist, um die Dose in Händen zu halten und sie hierbei dann genauso unauffällig sind wie die Dose selbst. Ein Betatest ohne vorab Informationen kann hier wirklich hilfreich sein und so manchem Owner die Augen öffnen, wie einfach die Dose wirklich zu finden ist.

Happy Caching Die Blümchen

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Kommentare: 5
  • #1

    ...noch ein Geoblog (Freitag, 29 Juni 2018 19:52)

    Naja, als "beliebt" würde ich Nanobehälter nicht bezeichnen. Der Fund wird halt getätigt, weil die Dose da ist und nicht, weil sie so toll ist. Und mir fällt beim besten Willen auch kein Grund ein, irgendwo eine Nanodose auszulegen.

  • #2

    Die Blümchen (Freitag, 29 Juni 2018 21:10)

    Na dann frag mal die vielen Owner, die zu genau diesen Dosen greifen, um einen Punkt mehr in der Stadt zu legen...

  • #3

    Anti-Nano (Samstag, 30 Juni 2018 16:09)

    Nanos stinken!

  • #4

    Die Blümchen (Samstag, 30 Juni 2018 16:32)

    @Anti-Nano
    Warst Du auch so jemand, der in der Schultoilette ... ist doof an die Wand geschrieben hat?

  • #5

    Anti-Nano (Sonntag, 01 Juli 2018 18:49)

    @Blümchen: nö, ich finde Nanos einfach nur scheisse.