Der richtige Schuh zum Geocachen.

Titelbild: Der richtige Schuh zum Geocachen

(Achtung! Dieser Artikel enthält neben unseren Erfahrungen auch Werbung)

 

Nun ist es schon einige Wochen her, dass wir uns Gedanken zu richtigen Schuhen beim Wandern und Laufen von größeren Strecken und natürlich auch zum Cachen gemacht haben. Es war eine Urlaubsvorbereitung, die nachhaltig sein sollte.

Denn immer dann, wenn wir auf längeren Touren unterwegs waren, haben mir die Füße weh getan oder ich hatte nach einigen Kilometern zumindest ein Ermüdungsgefühl in den Füßen, welches sich durch Drücken und Ziehen, auch in der Wade oder dem Fußgelenk bemerkbar gemacht hat. Auch einige befreundete Cacher haben mich auf langen Touren schon Humpeln sehen. Dem sollte nun endlich ein Ende bereitet werden.

Vom Orthopäden verschriebene Sohlen. Nach Jahren...
Vom Orthopäden verschriebene Sohlen. Nach Jahren...

Ich habe dies zwar immer mit meinen Schuhen in Verbindung gebracht aber irgendwie hatte ich nicht so richtig die Motivation oder Gelegenheit gefunden, mich mit diesem Problem auseinander zu setzen. Zwar war ich vor Jahren mal beim Orthopäden, der mir auch Einlagen verschrieben hatte und welche ich auch nutzte, aber bei dieser Aktion ist es dann auch geblieben. Übrigens genauso wie die Probleme bei langen Laufstrecken. Bei kurzen Strecken, auf flachen Wegen und z. B. in der Stadt, hatte ich selten Probleme. Auf mittellangen Strecken im Wald schon mehr und bei langen Strecken über 10 Km, waren Schmerzen schon vorprogrammiert.

Hinzu kommt, dass wir beim Laufen zurzeit auch einen Kinderwagen schieben. Bergauf ist das selten ein Problem, jedoch bergab ist ein guter Halt in den Schuhen extrem wichtig. Wer schon mal mit glatten Sohlen oder schlechtem Halt im Schuh, bergab ausgerutscht ist und auf dem Allerwertesten landete, kann sich vorstellen, was mit dem Kinderwagen in solch einer Situation geschehen würde.

Nun muss man sich natürlich überlegen, wo man häufig unterwegs ist. Der Schuh sollte also angemessen sein. Wer nur in der Stadt unterwegs ist, braucht sicherlich keine alpinen Wandergaloschen, sondern würde wohl bequeme Turnschuhe vorziehen. Auf einem industriellen Lostplace sieht es in Anbetracht der nötigen Sicherheitsansprüche schon anders aus und für die ambitionierte Laufstrecke im Wald über Stock und Stein, ist ein wieder anderes Anforderungsprofil gefragt.

Füße nach der Vermessung
Meine Füße nach der Vermessung

Wir wollten die Eierlegende Wollmilchsau und somit einen Schuh der bequem, universell einsetzbar und nicht wie ein Arbeitsschuh anmutet. Leider ist dies ohne einen Kompromiss zu finden nicht möglich. Der Schuh müsste sich verändern können, tut er aber nicht.

Um nun zu wissen, welcher Schuh genau der richtige für meinen Fuß und meine häufigen Anforderungen ist, muss zunächst einmal der Fuß genau vermessen werden. Alles andere ist Vermutung und rein subjektive, tagesformabhängige Gefühlssache. Also alles andere als genau. Jeder Schuh ist zudem anders geschnitten und von den Herstellern für einen möglichst durchschnittlichen Fuß hergestellt worden.
Anpassen lässt er sich im Aussehen auch nicht. Außerdem hatten die meisten Hersteller bei ihrer Produktion sicher nicht meine Plattfüße auf dem Schirm. Auch sind die Belastungspunkte eines Fußes oft nicht bei jedem gleich.

Also hat man als Kunde die Qual der Wahl. Verschiedene Schuhhäuser oder Outdoorshops bieten die Möglichkeit, sich seinen Fuß auf einem Scanner vermessen zu lassen. Diese Vermessung ist die Grundlage für einen wirklich gut passenden Schuh. Also nutzten wir in einem Outdoorgeschäft genau diese Möglichkeit und entschlossen uns zu einer Beratung.

Das Ergebnis war dort im Laden schon beeindruckend und nach unserem letzten Urlaub und einem ausgiebigen Test der gekauften Schuhe waren wir absolut überzeugt vom Nutzen eines gut sitzenden Schuh inkl. einer Einlage, die meinen Fuß so unterstützt, wie er es braucht und die quasi auch für meine anderen Schuhe geeignet ist und dort auch ihren Nutzen hat. Hier sind wir dann auch direkt beim Thema Anpassung. Nicht jeder, schon in meinem Besitz befindliche Schuh ist schlecht, aber die Innensohle passt einfach nicht zu meinem Fuß. Wir sind heute der Überzeugung, dass eine Investition von Zeit für die Beratung und Geld für den etwas teureren Schuh und vor allem einer passenden Einlage, eine lohnende Investition in die Lebensqualität und den Spaß am Laufen ist. Das haben wir bei unserer Beratung im Geschäft jedenfalls schon mitbekommen.

Unsere Schuhe, Sohlen innen (schwarz) vom Hersteller, erst mal ausgetauscht.
Unsere Schuhe, Sohlen innen (schwarz) vom Hersteller, erst mal ausgetauscht.

Ich hätte vorab auch niemals daran gedacht, dass die vom Hersteller des Schuhs verarbeiteten Einlegesohlen in neuen Schuhen nicht optimal sein könnten. Jedenfalls haben wir das vorher niemals hinterfragt. Aus Unwissenheit, wie ich aus heutiger Sicht feststellen muss. Auch bei meiner Frau, die noch niemals Probleme beim Laufen hatte, war der neue Schuh mit passender Sohle ein Aha Erlebnis.
Es ist wirklich schwer, hier in einem Artikel, einen bestimmten Schuh zu empfehlen oder gar zu behaupten, jener oder welcher ist super. Wie eingangs schon erwähnt, stellen die verschiedenen Hersteller Schuhe so her, dass sie an möglichst viele Füße passen. Das kann jedoch bei jedem Hersteller und Modell etwas schmaler, breiter usw. sein.

Was jedoch aus unserer Sicht, eine wirklich gute und lohnenswert Anschaffung ist, die auch nicht viel kostet, ist eindeutig die zum Fuß passende oder vielmehr anpassbare Einlegesohle. Diese Erfahrung haben wir jedenfalls gemacht. Man steht deutlich stabiler im Schuh und hat erstaunlicherweise eine wirklich spürbar bessere Sicherheit beim Laufen.

Außerdem kann man mit den richtigen Einlegesohlen auch schon Schuhe, welche man im Schrank hat, deutlich aufwerten. So habe ich das mit meinen schon älteren Stadtschuhen getan.

Sohlen von Ortho Move
Ortho Move Typ Motion, Fa. Adomus Footwear (Link zum Katalog der Sohlen, pdf Datei)

Wir haben bei unserer Beratung im Geschäft Einlegesohlen von Ortho Move und hier den Typ Motion zum Preis von 39,- € verkauft bekommen und sind mit ihnen sehr zufrieden. Diese Sohlen sind mit unterschiedlichen Pads ausgestattet, unheimlich stabil und lassen sich an die Fußbeschaffenheit und das Gewicht des Trägers anpassen. Dies ist ein wirklich spürbarer Vorteil für den Fuß. Für diesen Artikel haben wir uns mit der Fa. Adomus Footwear in Verbindung gesetzt um Bildmaterial und Informationen zu den von uns gekauften Einlegesohlen zu erhalten. Wir bedanken uns für diese Unterstützung.
Hier der Link zum Hersteller, der von uns gekauften Sohlen.

Schuhe und Sohlen
Aus alt mach tragbar...

Da wir durch die Vermessung des Fußes und die damit verbundene, gute Beratung im Geschäft schon wussten, was wir für unsere Füße brauchen, ist auch das nachbestellen dieser Sohlen z.B. auf der Seite eines großen Onlineshops, für unsere anderen Schuhe kein Problem mehr. Es gibt bestimmt viele Anbieter, die Einlegesohlen verkaufen und dies auch zu unterschiedlichen Preisen. Auch ich hatte schon herkömmliche Geeleinlagen, welche im übrigen nicht viel billiger waren, den Fuß jedoch deutlich weniger stützen. Die herkömmlichen Geeleinlagen lassen sich auch nicht wirklich auf meinen Fuß anpassen und machen daher auf uns einen weniger individuellen Eindruck. Da empfehlen wir im Detail jedoch die Beratung im Schuhhaus deines Vertrauens. Dieser Besuch kann sich wirklich lohnen!

 

Für uns allemal, denn nun sind auch längere Touren für meine Füße kein Problem mehr.

 
Happy Caching Die Blümchen

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Kommentare: 10
  • #1

    Nicht so reich wie ihr (Samstag, 20 Oktober 2018 19:01)

    40 Euro für ein paar Einlegesohlen?

    Nee, so dicke hab ich's leider nicht.

    Da krieg ich 2 (!) Paar Trekkingschuhe bei Aldi oder Lidl für. Klar, nicht das Non-Plus-Ultra, aber brauchbar.

    40 Euro sind echt übertrieben. Wobei der Materialwert wohl nur bei 1 bis 2 Euro liegt.

  • #2

    Sascha / Die Blümchen (Samstag, 20 Oktober 2018 19:30)

    Lieber, nicht so reicher, anonymer Unbekannter,

    ja billig ist anders, das ist schon richtig. Jedoch sollte man bedenken, dass ICH zumindest jetzt bei langen Strecken keine Schmerzen mehr in den Füßen habe. Das ist mir dann sogar 50 und mehr Euros wert.

    Die Frage ist bei vielen Dingen eben nicht, wie teuer etwas ist, sondern was es mir wert ist und was ich für mein Geld bekomme.

    Keine Schmerzen bei langen Strecken zu haben, war es mir persönlich eben wert.

  • #3

    Nicht so reich wie ihr (Samstag, 20 Oktober 2018 19:43)

    Also ich schätze ja, dass, wenn man die Sohlen für 10 Euro das Paar verkaufen würde, immer noch genug Profit daran machte.

    Aber das muss natürlich jeder für sich selbst wissen, ob es sich das "gönnt".

    Nur: überteuerte Produkte gibt es genügend. Warum nicht etwas vorstellen, was gut ist UND einen fairen Preis hat? Schon alternative Produkte dieser Art ausprobiert? Die Produkte miteinander verglichen? Eine Qualitäts und einen Preis-Leistungssieger ermittelt?
    So ist das doch ein bisschen einseitig berichtet und IMHO keinen Bericht wert.

    Aber das verhält sich wohl öhnlich wie diese GeoCoin-Album über den fast jeder Blog zu berichten sich genötigt sah, mit entsprechend niedrigem Informationsniveau... kann man machen, hilft nur keinem Leser. Münz-Alben gibt es seit dem 19ten Jahrhundert und sind nichts neues. Mal abgesehen, dass es da sehr viel günstigere gibt.

    Einen wirklich interessanten Geo-Blog habe ich schon seit langer Zeit nicht mehr gelesen. Irgendwie sinkt das Niveau hier stetig... leider.

    Bitte nicht persönlich nehmen. Das ist ganz allgemein gemeint und betrifft nicht nur diesen Blog.

    So - das war jetzt mehr geschrieben, als die Sache wert ist. Also will ich es gut sein lassen.

  • #4

    Sascha / Die Blümchen (Samstag, 20 Oktober 2018 20:25)

    Lieber, nicht so reicher, anonymer Unbekannter,

    ich danke dir für deine Kritik! Wir sind natürlich immer bemüht besser zu werden!
    Schade, das unser Blog deinen Ansprüchen scheinbar nicht genügt.

    Trotzdem scheint es viele interessierte Leser unseres Blogs zu geben, die sich mit unserem Niveau zumindest so weit zufriedengeben, dass es ihnen einen erneuten Besuch auf unserer Seite wert ist. Gerade deshalb machen wir weiter und geben unser Bestes.

    Wir hoffen auch deine Ansprüche irgendwann erfüllen zu können. Bis dahin würde ich dir empfehlen, es einfach unter deinem realen Namen mit einer eigenen Plattform selbst besser zu machen.

  • #5

    capsai (Samstag, 20 Oktober 2018 22:31)

    Meine Erfahrung: diese Billig-Outdoor/Army-Boots bei Amazon von diversen Händlern kann man in die Tonne treten. Mit zwei Paaren weitestgehend negative Erfahrung gemacht.

    Hatte mir dann mal beim Engelbert wasserdichte Schuhe gekauft und bin zufrieden damit. Für mich haben sich diese einfach bewährt.

    Klar kann man auch 200 € für ordentliche Wanderstiefel ausgeben, aber das finde ich übertrieben, ich cache ja nicht jeden Tag 30 Kilometer..

  • #6

    Kritischer Denker (Sonntag, 21 Oktober 2018 08:15)

    Ja, lieber nicht so reicher, Deine Denkweise ist leider die Ursache vieler Probleme unserer Gesellschaft: Bloß nix zahlen! Selber demonstriert und schimpft man für Mindestlöhne, um dann aber Produkte zu kaufen, die nur mit Ausbeutung hergestellt werden können! Rohstoffe, Maschinen, Versand, Zoll, Steuer - was denkst Du, wieviel Pfennig für den Arbeiter in Bangladesh übrig bleiben?
    Leider denken immer weniger soweit - egal ob es in Bezug auf Produkte, oder noch viel schlimmer in Bezug auf Lebensmittel ist!
    Das Handy und das Auto darf gesponnen teuer sein, aber andere Dinge (die erheblich wichtiger wären) und vor allem die Dienstleistung, die dahinter steckt, darf nichts kosten...

  • #7

    Nicht so reich wie ihr (Sonntag, 21 Oktober 2018 11:45)

    @Kritischer Denker: LOL! Du bist ja so naiv!
    Tust auf links und lässt dich voll vom Kapitalismus manipulieren und ausnehmen. Damit nährst und erstarkst du ihn. Super Leistung! Du bist bestimmt so ein iPhone-Käufer. Das ist ja schließlich super teuer. Das muss dann ja gut und fair produziert sein. Dumm nur, dass sich da eine Menge Arbeiter vom Dach stürzten und lieber den Freitod wählten, weil sie die Arbeitsbedingungen nicht mehr ausgehalten haben. Wahrheit ist: das Geld geht ausschließlich an die, die eh schon zu viel haben! Den Arbeiter geht es trotz des hohen Endpreises dreckig!

    @TheBlümchen: Euer von Sarkasmus übertriefender Narzismus gehört nicht zu den Schreibstilen, die ich zu lesen bevorzuge. Ich könnt die Sektkorken knallen lassen, denn ihr seid einen ungeliebten Leser los, der sich einfach so herausnimmt, offen seine ehrliche (und wahre) Meinung zu sagen.

    Mich seid ihr los!

  • #8

    Sascha / Die Blümchen (Sonntag, 21 Oktober 2018 12:26)

    @ nicht so reich wie ihr,

    ich denke, dass grundsätzlich jeder zu seiner Meinung stehen darf und diese auch offen äußern kann. Wir lassen sogar Meinungen, in denen unsere Texte mit
    Sarkasmus und übertriefendem Narzissmus betitelt werden stehen, auch wenn ich zugeben muss, dass wir so etwas nicht gerne lesen. Aber wer tut das schon?

    Was ich jedoch nicht gelten lasse, ist deine Aussage, dass du OFFEN deine ehrliche (und wahre) Meinung gesagt hast. Wenn dem so wäre, würdest du dich nicht hinter einem Pseudonym verstecken, sondern wirklich offen zu deiner Meinung stehen. So ist es lediglich der Versuch die Arbeit anderer schlecht zu machen. Mit unserem eigentlichen Artikel haben diese Kommentare jedenfalls nichts mehr zu tun.

  • #9

    Kocherreiter (Montag, 22 Oktober 2018 08:52)

    Ich bin hin- und hergerissen...

    Ja - gutes Schuhwerk ist (nicht nur) beim Geocaching und beim Wandern richtig und wichtig. Ich habe vor 5 oder 6 Jahren bei einem "SALE" Wanderschuhe von L*wa für den halben Laden-Preis gekauft. Ich habe nie einen bequemeren Wanderschuh getragen; 6 Jahre, ca. 1200 Lauf-km, nie Blasen, immer trockene Füße (bis jetzt) sind eine ordentliche Lebensdauer - nur das Profil wird immer weniger und bald muss ich sie wohl austauschen :(

    Ob ich einen 400€, 200€ oder 40€ Wanderschuh "benötige" gibt mir der Einsatzzweck vor. Ich benötige keinen 400€-Alpin-Schuh; ich habe nicht vor das Matterhorn zu besteigen. 150-200€ sind für mich akzeptabel, da ich viel auf unbefestigten Wegen unterwegs bin, durch Flüsse laufe und auch einen sicheren Tritt beim T5-Klettern benötige.

    Vor 2 Jahren hatte ich nach längeren Touren immer mal wieder Fußprobleme. Eine neue Sohle wirkte Wunder - diese neue Original-Sohle kostete knapp 7€ + 3€ Versand. Seitdem ist das Fußbett wieder 1a.

    40€ würde ich persönlich auch nicht für eine Schuhsole ausgeben. Ich gehe zuerst zu meinem Orthopäden des Vertrauens oder überlege mir ob es nun nicht der richtige Zeitpunkt für neue Schuhe ist.

    @Nicht so reich wie ihr
    Hier wird nicht über Wegwerf-Wanderschuhe aus dem Discounter gesprochen. Aber es gibt neben Billig-Produkten und überteuerten Produkten auch preiswerte Produkte - nämlich Produkte die ihren Preis wert sind. In der heutigen Wegwerf- und Geiz-Ist-Geil-Gesellschaft wird dieser goldene Mittelweg gerne vergessen.

    Wenn ich deinen Kommentar #7 lese, bin ich aber der Meinung dass du gar nicht so bist wie du dich darstellst. Es macht den Anschein als würde dir das Leben momentan böse mitspielen und du beisst daher alles und jeden in deinem Kommentar. Ich drücke die Daumen, dass es bei dir bald wieder aufwärts geht.

  • #10

    Sascha / Die Blümchen (Montag, 22 Oktober 2018 10:08)

    Den letzten Kommentar von Nicht so reich wie ihr haben wir als ersten überhaupt aus den Kommentaren gelöscht. Wir verweisen diesbezüglich auf Punkt 6 in unserem Blogcodex.