Ein offener Brief @Groundspeak

Titelbild: Ein offener Brief @Groundspeak

Wir haben in den letzten Wochen bei der Recherche zu unseren verschiedenen Beiträgen, in Gesprächen mit anderen Cachern und mit zur Hilfenahme der Zahlen einige Feststellungen gemacht, die sich immer mehr verdeutlichen. Die nun folgenden Problembeschreibungen betreffen sehr viele Geocacher in Deutschland und diese werden immer offensichtlicher, jedoch interessieren diese Probleme wohl in Seattle niemanden so richtig. Oder?

Wie geht Groundspeak in die Zukunft?

Die Welt der Geocacher ist jedenfalls in Deutschland auf keinen Fall mehr eine Randsportart oder auch keine kleine, verschworene Gemeinschaft mehr. Wir reden auch nicht mehr von sozialem miteinander, wo der eine gerne dafür sorgt, dass der andere Spaß hat und dies völlig uneigennützig zum Anlass für eine schöne Dose nimmt.

 

Man möchte fast glauben, dieses Hobby ist zu einem Sport der Superlative auf der einen Seite und zum Müll, Souvenir und Statistikpunkte sammeln auf der anderen Seite geworden. Der Cache muss immer toller sein, um noch Anerkennung zu ernten oder er ist schlicht egal. Die kleine, schön gebastelte Dose, reicht nicht mehr und der Kommerz schleicht sich nicht nur langsam ein, er ist schon akzeptierter Standard für viele Klein- aber vor allem Großprojekte geworden. Wo ist das familienfreundliche und vom Premiumbeitrag mal abgesehen, kostenlose Hobby, welches mit schönen Spaziergängen und coolen Überraschungen an tollen Orten glänzt?

 

Klar kosten Garagen und Häuser als Dosenbehausung Geld. Kaum ein etwas größeres Projekt wird noch in Angriff genommen, ohne es mit Coins und Co. zu refinanzieren. Das ist schön für die Firma Groundspeak aber das kann oder will eben auch nicht jeder Owner leisten und es bleiben auch die wenigsten, wenn es um Dosen geht.

 

Auffällig ist auch, dass kaum jemand noch offen seine Meinung vertritt oder Kritik anbringt und sei sie noch so gerechtfertigt. Die wenigsten haben große Lust darauf sich offen für ihre Meinung rechtfertigen, verteidigen oder sich anpöbeln zu lassen. Deshalb haben viele auch keine Lust dazu, überhaupt Kritik öffentlich zu äußern. Warum auch Angriffsfläche bieten? Sie lesen lieber mit, hören zu und konsumieren das Popcornkino im stillen, welches von den immer gleichen Meinungsmachern verbreitet wird. Da nehmen wir uns auch gar nicht heraus. Die wenigsten bringen sich aktiv ein.

 

Für viele ist dies wie in einem Restaurant mit schlechtem Essen. Man bestellt, stellt fest es schmeckt nicht, lässt etwas übrig, bezahlt und geht. Sehr viele sagen nichts und kommen schlicht nicht wieder.

Einige sagen etwas, legen sich mit dem Wirt an und riskieren eine häufig unproduktive Auseinandersetzung vor allen anderen Gästen, weil der Wirt keine Kritik verträgt. Der Gast kommt nach solch einer Erfahrung auch nicht wieder.

Oder man spricht etwas Schlechtes an, stößt auf wache Ohren und bekommt zumindest das Gefühl vermittelt, ernst genommen zu werden. Man erhält Antworten. Mit einigen Erklärungen und nachvollziehbarer Transparenz, wird Kritik aufgenommen und es tut sich etwas. Spürbar!

Dann wird der Gast dem Wirt eine weitere Chance geben, um zu sehen, ob es leere Worte waren oder doch etwas besser wird. Hieraus entstehen zumeist Stammgäste.

 

Für Groundspeak heißt das: Immer neue Umfragen, ohne jegliche Rückmeldung an die Basis eures Erfolges, lassen uns Cacher, die Kunden, da stehen wie eine gemolkene Kuh. Wenn ihr von Groundspeak ein hohes Level halten wollt und zu den Profis gehört, dann verhaltet euch auch wie Profis. Nehmt eure Kunden ernst und setzt Mehrheitswünsche transparent und nachvollziehbar um.

 

Owner müssen Regeln beachten und Verantwortung übernehmen. Sie leisten eine tolle Arbeit und investieren Geld, um sich dann von Cachern die Dose schlechtreden, zerstören oder sie einfach mit doofen Logs quasi ignorieren zu lassen. Auch Muggel tragen hier ihren Teil bei. Immer mehr wissen etwas mit dem Begriff Geocaching anzufangen. Zudem ist es immer schwieriger legal Dosen zu platzieren. Das Hobby wird immer öffentlicher und das Risiko, dass es Ärger mit der Dose gibt, steigt immer weiter. Darum werden immer mehr kleine Drecksdosen in die Landschaft geschmissen, schlecht gewartet und vergessen. Diese sind nicht wertvoll, machen kaum Arbeit und ein Verlust kann leicht akzeptiert werden. Sie sind aber größten Teils völlig uninteressant.

Das Hobby Geocachen wird immer mehr zu einem schaulaufen für top Owner und zu einem Hobby, welches für die restlichen Owner, die keine Lust auf lieblose Gammeldosen haben, zu einem verbrannten Feld.

 

Open Caching z. B. bietet eine Vielzahl von Labcache oder Virtual ähnlichen Cachevariationen, die durchaus interessant sind. Besonders hervorheben möchte ich hier mal den Safari Cache, der einige Spielmöglichkeiten bietet. Hierbei werden keine physischen Dosen gelegt.

 

Sind wir doch mal ehrlich, für viele statistikgeile Heuschreckencacher ist der tatsächliche Logeintrag in einer Gammeldose völlig egal. Das zeigt sich durchaus an der Diskussion von Gruppenlogs oä. Wenn alle statistischen Gammeldosen verschwinden und zu Virtuals würden, gäbe es weniger Probleme mit physischen Dosen, Grundstücksbesitzern und mit Abständen.

 

Die Punktegeier besorgen sich ihre Information zum Loggen doch sowieso. Siehe die Facebookgruppe "VirtualGEO" kaum ein Virtual bei dem die Lösung hier nicht kommuniziert wird. Das Beweisfoto wird dann häufig am PC bearbeitet oder mit anderen Tricks eingefügt. Einige verzichten gleich ganz auf die Mühe.

 

Lasst die Leute doch spielen, wie sie wollen. Im Übrigen gibt es nur ganz wenige Hochbepunktete Geocacher, die wir wirklich ernst nehmen. Die Cacher, die auf Klasse statt Masse achten, legen nur sehr selten großen Wert auf Statistiken und Zahlen. Und selbst wenn, was sagen denn Zahlen über den Menschen aus?

 

Groundspeak sollte aufpassen, dass sie nicht den Anschluss verlieren. Sie sollten auf ihre Kunden aktiv eingehen und mehr Nähe zulassen. Achtet auf die Mehrheit und scheut euch nicht die Mehrheitsergebnisse zu teilen. Bereinigt eure Gammelbestände und bringt den Laden auf einen aktuellen Stand. Es werden sowieso mehr Dosen ins Archiv geschickt als neu gelegt.

Es entstehen ständig andere Spielformen im Netz, die aber eines nicht wirklich bieten. Abenteuer zum Anfassen und diese wirklich coole Community.

Die kann ich aber auch erleben, wenn ich mich am Ende eines Weges nicht in eine physische Dose eintrage. Der Weg ist oft das Ziel aber wenn am Ende eine tolle Überraschung wartet, freuen sich die Qualitätscacher um so mehr. Sondert die Statistikcacher und Punktegeier in die virtuelle Welt aus und legt mehr Wert auf wirkliche Qualität, dann werden alle ihren Platz finden.

 

Happy Caching Die Blümchen

 

 

 

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Kommentare: 13
  • #1

    JR849 (Sonntag, 18 März 2018 09:35)

    Manchmal geknickt, manchmal die Schultern zum "Ja und?" hochgezogen. Irgendwie hatte ich mir unter einem offenen Brief doch etwas anderes vorgestellt als das übliche Offensichtliche in einem Blogartikel zusammengefasst. Groundspeak dürfte es aber egal sein, wenn überhaupt dann landet es in der Rundablage und ich spreche da aus Erfahrung. ;-)

  • #2

    Stelrich und Drachefliech (Sonntag, 18 März 2018 11:41)

    Liebe Blümchen,

    erst mal ein Dankeschön für die Mühe, die ihr euch immer wieder macht.

    Auch halten wir viel davon, dass ihr konkrete Alternativen aufzeigt.

    Unseres Eachtens ist unsere Gesellschaft sowieso völlig verkommen, in keiner Weise mehr kritikfähig, man lebt das Prinzip „höher-breiter-weiter-schneller-mehra total ungeniert aus.
    Debatten und Diskussionen finden wie ürsprünglich mal gedacht ersatzlos gar nicht mehr statt, doch vielmehr ein wildes Nörgeln und Pöbeln.
    Das eigentliche gesellschaftliche Problem liegt darin, dass man schon lange den Aufbaumodus verlassen hat und nahezu übergangslos in den Neider- und Zerstörmodus gegangen ist. Fakt ist nun mal, dass unser Gesellschaftsystem am Ende ist. Fast nirgendwo spiegelt sich das so schön wieder, wie beim Geocachen. Genauso wie es sich bei Gesellschaften oder Kulturen verhält, so ist das auch bei Hobbys.
    Wenn das nur noch auf Profit ausgelegte Groundspeak dies nicht erkennt, wird auch Geocaching immer unattraktiver. Persönliche Gespräche mit Reviewern ergaben, dass die Zahlen seit einiger Zeit rückläufig sind. Die für uns erkennbare Reaktion von Groundspeak ist hier völlig kontraproduktiv. Man fördert und schürt unter den Mitgliedern Neid, Hass und Missgunst durch die Tatsache, dass GS uns zu den Statistiken hinführt und dieses Denken sogar noch fördert, bei aufkommenden Problemen, die Leute im Stich lässt.
    Wir persönlich haben reagiert. Der eine Premium Account ist ausgelaufen, der andere läuft aus.
    Wir arbeiten derzeit mit einem Premium(Fake)Account, kurz PFA, der gemeinsam von einer sehr untereinander sehr integeren Gruppe genutzt wird. Jeder hat seinen eigenen Nonpremium Account über den er/sie loggt. Der Jahresbetrag liegt pro User inzwischen im Centbereich. Hier geht es nicht um Pfennigfuchserei, hier geht es um eine Aussage an Groundspeak.
    Zum Beispiel:
    60 User im PFA = 50 Cent/Jahr = 30€ für GS
    60 User individuell = 30 € = 1800€ für GS
    Da liegt unser Angriff, denn Reden mit denen, das wissen wir inzwischen: BRINGT NIX

    Nach wie vor gefällt uns die unkommerzielle Grundidee des Hobbys, doch muss das nicht ausschließlich mit GS sein, wir suchen nach Alternativen, sind sehr offen für neue Wege und lassen GS, was uns persönlich anbelangt, langsam ausbluten.

    An Groundspeak:
    You have to face the facts and you definitely need to realize the signs of the time!
    With or without us, we don’t care, it’s all in your hands now


  • #3

    JR849 (Sonntag, 18 März 2018 11:47)

    Oh, das geknickt sollte eigentlich genickt heißen, bitte korrigieren. #RechtschreibkorrekturFehler

  • #4

    Lene (Montag, 19 März 2018 13:21)

    Hallo,

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich sehe es ähnlich wie ihr.

    Mittlerweile lasse ich meine Premium-Mitgliedschaft auslaufen.

    Ich mag eure Caches und die vom Staubfinger sehr gerne, trotzdem habe ich in DA die Lust am Cachen verloren. Liegt doch dort sehr viel Mist rum, oder man bittet den Owner in einer PN mal nach seinen Cache zu schauen und wird dafür auch noch in einen unangebrachten Ton zurecht gewiesen.

    Ich habe mich häufig gefragt, warum dies in DA so ist. In Schwaben haben wir dies nie so wahrgenommen. Einfach nur Glück? Man weiß es nicht.

    Cito‘s sind schön und gut, aber vielleicht sollte es mal welche geben um den Cache-Müll einzusammeln.

    Wir hatten am Samstag in Litauen wirklich nur Müll. Eine halbe PET-Flasche mit einem Fetzen Papier in einer Plastiktüte. Das nennt sich dann gepflegter Cache. Trotz mehrerer N.M. Ist hier nichts passiert (letzter war im September).

    Ich bin in der Community nicht sonderlich aktiv, aber vielleicht würden einfach ein paar mehr Reviewer helfen das Problem des Mülles zu reduzieren. Und mit Müll meiner ich auch tolle Verstecke/Dosen, die einen aber Ecken führen, die voller Fäkalien sind.

    Grüße aus Kaunas

  • #5

    BlackyWi (Montag, 19 März 2018 15:30)

    Fakt ist, GS lebt von seinen freiwilligen Schergen, den Reviewern und den treu-trotteligen Owner.
    Ohne Owner keine Caches, ohne Caches keine Kunden. Umso schlimmer das man als Kunde für ein, inzwischen, schlecht gestaltetes Spiel bezahlen muss und sich dann noch schlecht behandelt wird.
    GS hat sich inzwischen große Probleme geschaffen, ihre freiwilligen Schergen werden immer mehr zu Geld bringenden Halbgöttern die sich alles erlauben dürfen. Ist man bei einem Reviewer in Ungnade gefallen, tut GS alles dafür dem entsprechenden Mitspieler das Leben schwer zu machen.
    Von unberechtigten Sperren bis hin zu Drohungen das eine lebenslange Sperre verhangen wird, es wird nicht gespart wenn es um die Gunst der Schergen geht.

    Konstruktive Vorschläge, das Spiel auch in die andere Richtung zu erleichtern, ohne Statistik und Wettkampf werden mit sinnfreien Antworten abgeledert, man wird auf dummdreiste Weise sogar aufgefordert, gar nicht mehr zu loggen sondern alles handschriftlich zu notieren.

    Ich bin schon einige Zeit kein PM mehr und wenn ich mal wieder mitspielen darf, geht alles ins Archiv, mit mir wird kein Geld mehr verdient!

  • #6

    Die Blümchen (Montag, 19 März 2018 19:39)

    @BlackyWi
    Es ist bedauerlich, dass Du so extrem schlechte Erfahrungen mit Groundspeak gemacht hast. Dafür gibt es sicherlich Gründe. Wir kennen auch nicht die Zusammenhänge deiner Konflikte und können uns daher kein Urteil erlauben. Allerdings dachten wir bisher jedenfalls immer, dass schon einiges negatives vorfallen muss, bis Groundspeak einen Account sperrt.
    Irren wir da?
    Wir sind zumindest eher an konstruktiver Kritik interessiert um Zustände zu verbessern. Eine generell ablehnende Haltung gegenüber Groundspeak unterstützen wir zumindest eher nicht.

  • #7

    H.S. (Montag, 19 März 2018 20:28)

    Dieser Blog kann nur als Satire aufgefasst werden.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das ernst gemeint ist.
    Dafür wäre es wiederum gut gemacht.
    Vielen Dank dafür.



  • #8

    Katrin und Gerwin (Mittwoch, 21 März 2018 09:15)

    Persönlich verstehen wir nicht wo gerade dein Problem liegt, was soll der Seitenbetreiber in Seattle anpassen? Wo ist der Hebel?

    Du möchtest Safari Caches haben? Bitte nicht, was mit Dosenlosen Caches passiert, die der Masse der Cacher zum Frass vorgeworfen wird, haben wir älteren erlebt, als die Challenges (nicht zu verwechseln mit Challenge Caches) freigegeben wurden. Der damalige Spitzenreiter war in unseren Augen die Challenge, setze dich vor eine Bank und erbettele dir einen €.
    Genau so etwas würde uns wieder erwarten.

    Was wir an diesem Hobby so lieben: wir haben immer ein Ziel, und ein Weg der uns dort hin führt und am Ende wartet im besten Falle eine Dose. Nicht mehr und nicht weniger (es sei der der Weg endete an einem EC/VC oder Event) erwarten wir von unserem Hobby.

    Wie diese Dose aussieht, ist uns erst einmal relativ egal, da sind wir recht entspannt.

    Natürlich machen wir auch gerne außergewöhnliche Dosen, auch wenn wir vermutlich eine andere Definition von außergewöhnlich haben. Wir brauchen keine Garagen, 40' Container, umgebaute Häuser oder geparkte Autos. Tolle Caches brauchen auch keine große Bastelarbeiten sein, für uns zählt Location weit mehr.

    Genauso können wir das genöhle über die ach so massive Verschlimmbesserung der Seite nicht nachvollziehen. Wir nutzen die die neuen Features auf der Seite oft und gerne, und konnten bis dato keine Einschränkungen in der Usability feststellen.

    Fazit:
    Seattle liefert uns einen Listingservice, der für unsere Ansprüche eine recht hoch verfügbare Serverleistung bietet, auf denen wir unsere Freizeitplanung durchführen können.

    Wir danken allen Ownern für ihre Arbeit i.d.R. mit individuellen und ehrlichen Logs.

    Von daher wünschen wir uns aus Seattle, dass die Herrschaften dort noch lange so weiter machen, wie sie es zur Zeit machen

  • #9

    Die Blümchen (Donnerstag, 22 März 2018 12:08)

    @Katrin und Gerwin

    Danke für euren schönen Kommentar!
    Es freut uns sehr, dass für eure Bedürfnisse so gut gesorgt ist und ihr mit allem so zufrieden seid. Da könnt ihr euch wirklich glücklich schätzen. Happy Caching!

    Um nun noch kurz auf eure Fragen einzugehen, wir finden, dass es am Spielmacher ist, für einen möglichst reibungslosen Ablauf und wenige Konflikte mit den nicht Spielern zu sorgen. Dies kann durch einige Hebel geschehen. Z.B. dadurch, dass auf gut gewartete und legal platzierte Dosen mit zumindest mündlicher Absprache geachtet wird. Auch sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Dosen entstehen, die wegen statistischer Ziele gelegt werden und dieses Ziel dann offensichtlich im Vordergrund steht. Zumeist werden gerade solche Dosen nämlich nicht gut gepflegt und sorgen bei Muggels für negatives aufsehen, welches dann dem gesamten Hobby schadet.

    Unser offener Brief sollte ganz bewusst für unterschiedliche Stimmen sorgen und auch auf Probleme hinweisen, die es eben gibt. Diese zu sehen, gegenzusteuern und gegebenenfalls mit einer klaren Position zu beantworten ist Sache von Groundspeak.

    Auch wenn das bedeutet, mal eine klare Linie zu vertreten um das Spiel auch in Zukunft noch spielen zu können, ohne das jeden zweiten Tag von negativen Ereignissen rund um Geocacher und deren illegal gelegten Dosen in der Presse berichtet wird. Zugegeben das ist etwas überspitzt ausgedrückt, jedoch zeigt der Trend in genau diese Richtung. Caches ohne physisches Ziel könnten hier eine Lösung bieten. Da sind Safari, Virtuals oder Labcaches nur Beispiele. Nenne sie, wie du willst und statte sie mit speziellen Regeln aus und du hast einen, zumindest teilweisen Lösungsansatz um statistische Bedürfnisse ohne Dosen zu befriedigen. Das dies ein Allheilmittel ist, haben wir nicht behauptet.

    Auch würden wir uns wünschen, dass Groundspeak mal Ergebnisse von deren Umfragen veröffentlicht und ihre Zukunftsvorstellungen wenigstens teilweise transparent gestaltet. Uns interessiert, wo die Reise hinführen soll.

    Letztlich ist es natürlich jedem selbst überlassen, was für ihn interessant ist und wie er sein Hobby gestaltet. Aber wir haben festgestellt, dass viele Cacher zunehmend das Interesse verlieren und das ist sehr schade. Gefühlt verabschieden sich nämlich diejenigen, die sich Mühe gegeben haben.

    Aber darüber sollte man wenigstens Reden dürfen und es mal mit konstruktiver Kritik probieren. Sicherlich gibt es unzählige Meinungen, wie man etwas ändert oder ob überhaupt. Aber wir möchten nicht still zuschauen und abwarten.

  • #10

    Katrin und Gerwin (Freitag, 23 März 2018 10:51)

    Hallo Sascha,

    wir vermuten mal, dass du als Blogger die üblichen Informationswege nutzt, und da wird es sicherlich nicht an dir vorbei gegangen sein, dass sich vor kurzem jemand in der grünen Hölle beschwert hat, dass er für einen Trail von x Dosen eine Erlaubnis der Gemeinde/Grundstückbesitzers vorlegen sollte.
    Diese Vorgehensweise gibt es nicht nur in NRW, sondern eben auch in anderen Gebieten wie z.B. in den Norddeutschen Bundesländern NDS/HH/HB/SH (dafür können wir eine definitive Aussage treffen) . Hier wird eben bei Caches mit einem hohen Konfliktpotential nach Erlaubnissen gefragt.
    Was sind denn zuviele Dosen für statistische Zwecke, und wie willst du dort eine allgemeingültige globale objektive nichtwillkürliche Grenze setzen. Was kann man einem Cacheowner an Wartung zutrauen. Wer soll das objektiv Bewerten.

    Hier sind die Adjektive wichtig:
    allgemeingültig: Eine Regel muss alle Cacheowner betreffen egal ob der CO 25 und im Studiumsstress oder 67 als tiefenentspannter Renter dem Hobby und der Cachepflege nachgeht.
    Global: Die Regel muss für den CO in der Wüste Arizonas (mit viel Platz und ohne Muggel) genauso gelten wie für den Cacheowner in Bremen (als Standort mit der höchsten Cachedichte in Deutschland afaik)
    objektiv + nichtwillkürlich: selbsterklärend

    Diese Regeln kann es nicht geben, weil es eben immer Unterschiede gibt.

    Den Reviewern wurden in der letzten Zeit einige Tools zur Verfügung gestellt, um die Cachequalität möglichst objektiv bewerten zu können, z.B. der Geocache Health Score (https://www.geocaching.com/help/index.php?pg=kb.chapter&id=38&pgid=713), der eben aber auch funktioniert, sofern die Community dort mitmacht.
    Ein ungepflegter Trail, oder Dosenhaufen, der einfach weiter geloggt wird obwohl die Dosen siffig sind, oder zum Teil sogar schon verschwunden sind, der taucht dort natürlich nicht auf.
    Genauso illegale Caches: die Spielleitung in Seattle und deren Reviewer sind nicht überall, und können auch nicht überall eingreifen.
    Auch hier liegt es an der Community solche Caches zu melden, aber uns ist auch bewusst, dass dieses gerne als Nestbeschmutzen oder ähnliches angesehen wird, und von der Community leider häufig stark sanktioniert wird.
    Leider wird es aber nicht anders funktionieren, nur wenn die Community sich bewusst ist, dass ihnen ein paar ungünstig gelegene Caches ganze Gebiete als Spielgebiete vermiesen können ("tolles" Beispiel ist hierzu der Sachsenwald in Schleswig Holstein (https://wiki.groundspeak.com/display/GEO/Schleswig-Holstein)) wo ein riesiges Waldgebiet für zukünftige Caches gesperrt wurde.

    Wir verstehen, dass du ein wenig mehr Transparenz haben möchtest, aber wir verstehen das HQ, dass es diese nicht immer gewährt.
    Cacher sind Problemlöser, und jeder Hebel, jeder Haken wird ausgenutzt um Systeme auszuhebeln.
    Wäre das unsere Plattform würden wir genauso sparsam mit den Infos umgehen, um eben das System nicht zum wackeln zu bringen.

    Safari Caches, hatten wir bereits im ersten Kommentar gesagt, funktionieren auf der kleinen OC Basis, aber werden solche Caches auf die Cachermassen auf GC losgelassen, fürchten wir tatsächlich das schlimmste.
    Die Transparenz, die vermeintliche Willkür und das kategorische Austesten der Grenzen der Plattform war vermutlich auch der Grund, warum nur 4.000 Virtual Reward Caches vergeben wurden, und diese mit relativ genauen Vorgaben, unter welchen Vorgaben diese gepublished werden dürfen.

    Wir wünschen dir mit diesem Vorhaben viel Erfolg.

    Liebe Grüße aus dem Norden.

  • #11

    BlackyWi (Montag, 26 März 2018 18:31)

    @Die Blümchen
    Wenn man, O-Ton: "wir haben den Verdacht..." , eben auf Verdacht hin gesperrt wird, was soll man von so einem Unternehmen erwarten? Ich habe das Gespräch gesucht, mehrmals, keine Reaktion.
    Und ja, ihr irrt gewaltig, wenn ihr denkt man muss "einiges" tun um gesperrt zu werden.
    Es reicht völlig sich über einen Reviewer zu beschweren, danach bist du auf dem Kieker, von eben diesem Reviewer und natürlich GS.

  • #12

    @BlackyWi (Mittwoch, 28 März 2018 10:46)

    Sende uns doch mal eine PN per Mail, wir würden gerne mehr erfahren.

  • #13

    staubfinger0702 (Freitag, 04 Mai 2018 10:02)

    VORAB: ich beziehe mich mit meinem Kommentar auf keinen Post direkt. Auch nicht auf den Haupt-Post von Sascha. Ist eher so einen allgemeine Meinung ;-)

    Es ist doch letztlich so, dass nichts im Leben perfekt ist. Es macht schlichtweg keinen Sinn (leider) sich an GS abzuarbeiten. Klar gibt es einiges, was GS nicht gut macht (Kommunikation bei Beschwerden z.B.) ABER: GS hat nun mal das Geoaching groß gemacht. Und hey, 30 EUR im Jahr? Das ist doch nichts, wenn man überlegt, dass sonst alles quasi kostenlos ist. Letztlich gibt es keine Alternative. Warum auch? Es funktioniert fast alles. Damit meine ich die technischen Voraussetzungen. Wobei ich da mal das Thema Wherigo auslassen muss. Aber das ist ein anderes Thema. Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn jemand seine Premium MItgliedschaft auslaufen lässt, aber immer noch total viel cacht. Das ist letztlich nicht konsequent und man nutzt aus, dass andere zahlen. Denn ohne Geld kann GS diese Plattform nicht zur Verfügung stellen. Und hey warum auch letztlich der manchmal aufkommende Neid gegenüber GS? Lass die Jungs und Mädels doch Geld verdienen. So what? Die hatten eine grandiose Idee und verdienen ihr Geld damit. Diese Diskussion von wegen opencaching etc ist so alt wie es GS gibt. Ich als owner bin mir bewusst, welche Nachteile ich habe. Aber ich arrangiere mich damit. Es gibt keine andere Möglichkeit, dass so viele Leute meine Caches besuchen, als über geocaching.com.
    Und irgendwie ist es mittlerweile mehr als je zuvor "typisch deutsch" immer das negative heraus zu stellen. Das ist ja auch manchmal selbst bei den HQ Caches so. Da gibt es immer wieder ein "JA, ABER..."
    Damit meine ich aber explizit "Die Blümchen" NICHT.
    Es wird ja keiner gezwungen Geocaching als Hobby auszuüben oder diese Plattform zu benutzen. Das darf man nicht vergessen. Daran muss man manche Cacher auch erinnern, wenn sie cachen gehen ;-) Es ist doch alles Freizeit und kein MUSS ;-)