· 

Alles nur Panik oder verantwortungsbewusst?

Corona, SARS-CoV-2, covid-19?

 

Man kommt nicht an diesem Thema vorbei und es betrifft uns alle! Auch Geocacher sind betroffen, wenn gleich man zunächst nicht daran denkt. Was macht schon ein kleiner Spaziergang? Was macht es schon, wenn sich nur ein paar Cacher treffen? Wer weiß schon genau wer da kommt und ob der Vorcacher sich die Hände im Wald gewaschen hat nachdem er die Dose in Händen gehalten hat? Wie auch? Desinfektionsmittel sind seit einiger Zeit ausverkauft und sollten im Moment auch besser für medizinische Zwecke verwendet werden. EINE AUSREICHENDE HYGIENE IST IM WALD NICHT MÖGLICH! Gerade jetzt kann das problematisch werden. Wir alle sollen soziale Kontakte und gerade auch fremde Kontakte sowie möglichst alle Risiken vermeiden! Selbst wenn ihr euch kein Corona im Wald holt, kann eine mangelhafte Hygiene gerade jetzt problematisch sein.

Schon zu "normalen" Zeiten finde ich persönlich es übrigens sehr ekelig, wenn Cacher im Wald an den nächsten Baum oder direkt neben die Dose pinkeln und direkt im Anschluß ohne vorherige Handhygiene loggen. Nun aber erleben wir eine völlig neue Situation. Schon ein durch starkes Niesen angeschleimter PET-ling kann theoretisch über "längere" Zeit ein Risiko dastellen. Auch sollen meine Caches kein sozialer Kontaktpunkt sein. Einige werden es übertrieben nennen oder wichtigtuerisch. Ich nenne es verantwortungsbewusst und so bin ich nicht nur persönlich betroffen sondern auch von Tcapitano darauf aufmerksam gemacht worden, dass er seine Dosen momentan aus eben diesen hygienischen Gründen deaktiviert hat. Daran hatte ich bisher bei all dem Trubel und den eigenen Verpflichtungen sowie Problemen auch noch nicht gedacht aber ja, er hat recht und so folgte ich diesem Beispiel und auch wir haben all unsere Dosen bis auf unseren Virtual deaktiviert. So ist jetzt auch in unseren Logs dieser Text zu lesen:

 

Wir erleben aktuell die größte Herausforderung der jüngeren Geschichte, die unser aller Leben einschränkt und es konkret bedroht. Die Gemengelage ist unübersichtlich und ändert sich fast stündlich, die Corona-Pandemie mit dem SARS-CoV-2 Virus überrollt uns. Tausende Menschen sind bereits gestorben. Trotzdem wurde die Situation anfangs noch belächelt. Leider ist die Lage inzwischen dramatisch. In Italien, Frankreich und Östereich gibt es bereits gesetzliche Einschränkungen und Ausgangssperren, in Deutschland setzt man noch (Stand 17.03.2020) auf die freiwillige Unterstützung der Bevölkerung, sich einzuschränken. Leider nicht immer so erfolgreich wie erwünscht.

 

Aber ich bin doch gesund und kann nach draußen gehen?

 

Auch Menschen ohne Symptome können infiziert sein und das Virus weitergeben. Die exponentielle Ausbreitung muss unbedingt verlangsamt werden, weil sonst unsere Intensivstationen in den Krankenhäusern kollabieren würden unter der Last der Schwersterkrankten. Es gilt also, sich selbst einzuschränken und hierdurch die besonders gefährdeten Mitmenschen zu schützen! Hier haben wir eine soziale Verantwortung.

 

Was bedeutet das für uns Geocacher? 

 

Bleib zuhause! Nehmt Rücksicht! Verzichtet einige Wochen auf alle unnötigen Risiken und so auch auf dieses HOBBY!

 

Die Übertragung von Krankheiten kann auch durch Schmierinfektion stattfinden, d.h. durch kontaminierte Oberflächen. Man weiss nie, ob zuvor evtl. ein infizierter Besucher am Cache war. Eine Übertragung durch Schmierinfektion ist nicht ausgeschlossen. Siehe auch hier: RKI

Giga-, Mega- und auch kleinere Geocachingevents finden aktuell aus gutem Grund nicht mehr statt. Freizeitaktivitäten werden mit behördlicher Verordnung eingeschränkt.


Auch zu meinen Geocaches kommen viele Besucher und ich habe mich nunmehr entschieden, dieses unnötige Risiko (und sei es noch so klein) bei der Ausübung einer Freizeitgestaltung durch temporäre Deaktivierung meiner Caches für einige Wochen zu minimieren.

 

Ich hoffe auf euer Verständnis und verbleibe diesmal mit dem Gruß bleibt gesund.

 

in diesem Sinne Sascha / Die Blümchen

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Geofinder45 (Mittwoch, 18 März 2020 16:43)

    Sorry, aber ich muß dir leider wiedersprechen und finde es verantwortungslos hier eine Falschmeldung aufzustellen.
    Im angegebenen Link zum RKI steht unter Schmierinfektion
    "Schmierinfektion: (a) Eine Übertragung durch Schmierinfektion / Infektion durch kontaminierte Oberflächen ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Welche Rolle sie spielt, ist nicht bekannt. Es wurden häufig Infektionsketten identifiziert, die am besten durch eine direkte Übertragung, z. B. durch Tröpfchen, erklärbar waren. (b) Es wurden bei COVID-19-Patienten PCR-positive Stuhlproben (3-5) identifiziert. Für eine Ansteckung über Stuhl müssen Viren vermehrungsfähig sein, dies konnte bisher nicht gezeigt werden."
    Das RKI sagt hier nirgends das es durch Schmierinfektion zu einer Ansteckung kommt, es weißt aber darauf hin das es möglich ist. Aber es gibt bis jetzt noch keinen Nachweis.
    Das RKI sagt auch nicht das Covid19 auf Oberfläche bis zu 6 Tage überlebt, es wird nur gesagt das andere Erreger der SARSGruppe dieses können.
    Deine Einwände und das disablen verstehe ich und kann es nachvollziehen, aber bitte nicht einfach Behauptungen aufstellen die so nicht haltbar sind. Es gibt bereits genügend Fehlinformationen, z.B.
    Am Montag wurde bei WDR2 in den Nachrichten gesagt das sich Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Rekers freiwillig in häusliche Quarantäne begeben hat da sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte. Eine Minute nach den Nachrichten sagte der Moderator das nun auch Henriette Rekers Corona habe. Nach meinem Anruf beim Sender hat es der Moderator dann richtig gestellt. Ich finde es gut und richtig zu informieren, aber immer bei den Fakten bleiben.

  • #2

    Sascha / Die Blümchen (Mittwoch, 18 März 2020 17:19)

    @Geofinder45

    Ich habe deine Einwende in sofern umgesetzt, dass ich den entsprechenden Passus 1 zu 1 vom RKI übernommen habe.

    "Eine Übertragung durch Schmierinfektion / Infektion durch kontaminierte Oberflächen ist prinzipiell nicht ausgeschlossen."

    Ich bin dennoch der Meinung, dass ein gewisses, jetzt und für diesen Virus nicht näher definierbares Risiko besteht welchem ich keinen Vorschub leisten möchte.

  • #3

    Cach0r (Mittwoch, 18 März 2020 17:34)

    Naja, wenn man es so will, kann man sich an einem Cache ja alle möglichen Krankheiten "abholen"...

    Im Grunde genommen darf man gar nicht darüber nachdenken, was man da anfassen könnte...

  • #4

    Geofinder45 (Mittwoch, 18 März 2020 18:25)

    Hallo Sascha.
    Alles okay. Ich wollte nur darauf hinweisen. Das du mit deinem Block (leider) nicht die Reichweite wie WDR2 hast ist schade, aber ich finde alle sollten genau darauf achten was sie sagen oder schreiben.
    Es gibt soviele die irgend etwas schreiben/sagen, oft unbedacht und mit guter Absicht. Irgendwo aufgeschnappt, und dann weiter verbreitet.
    Habe die Tage ein Interview mit einem Molekulärbiologen gehört. Da ging es auch um die Übertragung durch Schmierinfektion. Er meinte nur das sind alles Laborwerte die da veröffentlicht werden. Haben mit der Realität nichts zu tun. Erstens sind die Konzentrationen an Viren normal nicht so hoch wie bei Labortests, zweitens arbeiten die im Temperaturoptimum. Kommt in der Natur wohl nicht so oft vor es sei denn ich stecke in der ubahn meinem Nachbarn meine Hand hinten in die Hose. Aber da hätte ich vor anderen Dingen die ich mir hole mehr Angst. Habe das Interview jetzt erwähnt wollte ich eigentlich nicht, aber ich beziehe mich nicht auf den da ich nicht mehr weiß wo das war und wer das war. Kann ich nicht verifizieren.
    Alles gute und gesund bleiben.

  • #5

    Herr Scharfzahn (Sonntag, 22 März 2020 14:49)

    Ich finde es super, dass du an deine Mitmenschen denkst, auf die Experten hörst und mit Augenmaß handelst. Und in Anbetracht des kritischen Kommentars: Du behauptest nirgends, dass dein Verhalten das einzig wahre oder eine Expertenempfehlung sei, sondern machst sehr transparent, aus welchen Gründen (Quellen) und mit welchen Schlussfolgerungen du dorthin gelangst.

    Ich möchte auch betonen, kein Experte zu sein. Ich bewerte die Situation nicht viel anders, aber immerhin etwas. Angesichts dessen, dass das Abflachen der Coronakurve keine kurzfristige Aktion von ein paar Wochen ist, sondern einen langen Atem und viele Monate erfordert, müssen wir uns bei vielen gesellschaftlichen Aufgaben grundsätzlich Gedanken machen, wie wir in Zukunft weiter machen sollen. Nicht ganz oder gar nicht, sondern neue
    Lösungen. Das erfordert auch, darüber (informiert) zu diskutieren.

    Ich sehe neben den von dir ausgemachten Gefahren eine sehr positive Wirkung des Geocachens. Es ist geeignet, viele Risikofaktoren, die die Covid-Mortalität nach oben treiben, abzusenken. Gestern bin ich z.B. zu einem Cache gejoggt, das hält mich fit, gesund und fröhlich.

    Natürlich sollte man dabei darauf achten, nur mit denen unterwegs zu sein, mit denen man ohnehin zusammen wohnt und viel Abstand zu anderen zu halten. Das Infektionsrisiko am Cache kann man beispielsweise durch Handschuhe verbessern. Aber das wisst ihr ja alles. Und wie ihr innerhalb der Vorgaben durch Behörden und Insitutionen das Restrisiko bewertet, müsst ihr selbst wissen. Es ist zum Glück nicht nötig, dass wir die Ausbreitung vollständig verhindern, wie in so einem Zombiefilm. Es reicht, wenn wir die Ausbreitung vernünftig abbremsen.

    Weiterhin alles Gute und bleibt gesund.